Unter dem Ehrenschutz von Herrn Bürgermeister Dr. Michael Häupl startete Wien am Mittwoch, 19. November heuer bereits zum siebenten Mal das weltweit größte Buchprojekt „Eine STADT. Ein BUCH.“ Wie jedes Jahr war der Auftakt der Aktion die Enthüllung des Bücherturms in der Messe Wien. Zahlreiche Besucher sturmten die Halle A um ihr Gratisexemplar des heurigen Buches von Ruth Klüger "weiter leben" für sich zu sichern.
Nach literarischen Größen wie Frederic Morton, Imre Kertész, Johannes Mario Simmel, John Irving, Toni Morrison und Nick Hornby begeistert dieses Jahr die Literatur- wissenschaftlerin Ruth Klüger mit ihrem bewegendem autobiografischen Roman "weiter leben - Eine Jugend" die Massen von interessierten Lesern. Als ein Zeichen dafür, dass Wien eine Stadt des Lesens und der Literatur ist, werden auch dieses Jahr 100.000 Exemplare der Autobiografie in Wien gratis abgegeben.
Die Autorin:
Ruth Klüger wurde in 1931 in Wien geboren und wuchs hier in Neubau als
Tochter eines jüdischen Frauenarztes auf. Nach dem Anschluss 1938
erlebte sie die Stationen eines jüdischen Schicksals im Nazireich bis
sie im Alter von 11 Jahren nach Theresienstadt und später nach
Auschwitz kam. Gemeinsam mit ihrer Mutter überlebte sie aufgrund
mehrerer glücklichen Fügungen den KZ-Horror. Nach dem Krieg emigrierte
sie in die USA und wurde in Kalifornien zu einer anerkannten
Literaturprofessorin.
Das Buch:
In der im Jahr 1991 erschienenen Autobiografie „Weiter leben. Eine
Jugend.“ beschreibt die Autorin ihre Jugend in Wien und in den KZs.
Mehr als 250.000 Exemplare konnten bisher verkauft werden. Kritiker und
Leser lobten das Buch einhellig. Es ist kein weiteres KZ-Buch, sondern
eines der wichtigsten und mutigsten. Denn Ruth Klüger beschreibt nicht
nur die Schrecken der Nazizeit, sondern reflektiert auch das danach.
Schonungslos listet sie die Reaktionen von Menschen auf, die von ihrer
KZ-Vergangenheit erfahren. Die Demütigungen gingen nach 1945 weiter.
Mehr Informationen unter: www.einestadteinbuch.at